Eins

Es kann nur Einen geben.
Wie bei Highlander.
„Es gibt nur einen Gott“,
ist ein falsches Verstehen.
Es gibt nur Einen.
Punkt.
Nur einen, weiten Raum des Bewusstseins.
Man kann diesen leeren, losen Raum auch Gott nennen,
wenn man will.
Wichtig ist:
Es gibt nur Einen,
nur Einen von uns.
Während du diese Worte liest,
sprechen sie,
JETZT in dir.
Sie sind in dem Geist, den wir miteinander teilen.
Wie sollte es sonst möglich sein?
Dass sie hier und jetzt in deinem Kopf sind?
Verstehst du?

Holz und Herz

Du windest dir keinen geschliffenen Weg,
durch eine Welt der schönen Formulierungen.
Du pochst stumpf, ohne silberne Zunge.
Auch wenn ich manchmal fluche,
liebe ich deine ehrlichen eckigen Worte,
deine sachliche sprachliche Ungeschicklichkeit.
Sie gibt mit Sicherheit.
Sie berührt mich tief im Herz.

Morgens

Morgens,
wenn meine Sinne wieder ihre Augen aufschlagen,
ich in meiner Haut wieder aufwache,
legt mein Kopf gleich los.
Sorgenvolles Gedankenmeer.
Welle schmerzt im Puls.
Dann fällt mir mein Gebet wieder ein.
Ich existiere gar nicht.
Ich nicht.
Nur Augen-
Reine Wahrnehmung.

Was ist geschehen??

Was ist geschehen?
Fünf Jahre sind vorbei und plötzlich,
sind alle viel jünger als ich.
In der Nacht U Bahn,
heim.
Ich sehe beim Aussteigen mein Spiegelbild,
zwei tiefe Linien von meinem Augenwinkel weg.
Als ob mir jemand etwas geschenkt hätte,
das mich so freut, dass ich gar nicht mehr aufgehört habe,
zu lächeln.
Warst du das?
Wissen das die Anderen?
Diese schönen, jungen Kinder.
Dass, sie in ein paar Augenblicken
aufschauen werden,
und sich fragen,
wo sie all die Jahre gewesen sind?

Im vorüberziehen streift alles seine Bedeutung ab,
Wie ein Seufzen.
Gottes Schweigen bricht sich am U Bahn Bogen.
Durch meine Traurigkeit hindurch,
schauen große Augen auf die Welt.